Herkömmliche Durchflusszytometer erkennen Grösse, Form, Struktur oder Färbung von Zellen anhand des Steulichts der durch einen Laserstrahl geleiteten Zellen, erläutert die ETH in einer Mitteilung. Marktübliche Geräte messen dabei zuverlässig zwischen 100 und 20.000 Zellen pro Sekunde. Ein weiteres Verfahren ist die Bestimmung der Zelleigenschaften durch mikrofluidische Durchflusszytometer. Hier können jedoch höchstens 4000 Zellen pro Sekunde zuverlässig vermessen werden.
Eine Forschergruppe um Andrew deMello, Professor für Biochemische Ingenieurswissenschaften an der ETH, hat einen neuen Ansatz entwickelt, der bis zu 50.000 Zellen in der Sekunde vermessen kann. Dazu wurden die Möglichkeiten der optischen und der mikrofluidischen Erkennungsmethoden kombiniert. In der Zytometrie-Plattform der Forscher werden die Zellen in einem Fluss aus Mikroflüssigkeiten durch mehrere parallele Schlaufen eines Mikrokanals geleitet, so dass die Kamera eine grosse Zahl Zellen gleichzeitig präzise erfassen kann. Der Zellfluss wird dabei stroboskopisch, also als Abfolge von Standbildern, aufgezeichnet.
„Wir entwickeln Technologien, damit Chemiker, Biologen und Mediziner neue Forschung betreiben können“, wird deMello in der Mitteilung zitiert. Den Forschern zufolge könnte die neue Plattform nicht nur zuverlässiger und schneller, sondern auch einfacher und preiswerter sein als die heute genutzten Geräte. hs
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