Weltweit erstes Unicorn im Bereich Fully Homomorphic Encryption (FHE)
Jeremy Bradley, COO von Zama, spricht über die strategische Expansion des Unternehmens in die Schweiz und die Entscheidung, im Greater Zurich Area ein Kompetenzzentrum für vertrauliche Web3-Infrastruktur aufzubauen. Als weltweit erstes Unicorn im Bereich Fully Homomorphic Encryption (FHE) treibt Zama die Entwicklung von Blockchain-Technologien voran, die Datenschutz und Vertraulichkeit für institutionelle Finanzanwendungen und digitale Vermögenswerte ermöglichen.
Warum Zama seinen sicheren Web3-Hub in Greater Zurich Area aufbaut
1. Können Sie uns Zama kurz vorstellen?
Bei Zama sagen wir gerne, dass wir den «HTTPS-Moment» für die Blockchain schaffen. Derzeit sind die meisten Blockchains standardmässig transparent, was eine grosse Hürde für institutionelle Finanzanwendungen und den Schutz der Privatsphäre darstellt. Wir nutzen eine revolutionäre Technologie namens Fully Homomorphic Encryption (FHE), die es ermöglicht, Daten zu verarbeiten, ohne sie jemals entschlüsseln zu müssen. Dadurch lässt sich die Sicherheit eines öffentlichen Ledgers mit der vollständigen Vertraulichkeit einer Privatbank verbinden. Kürzlich haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht, indem wir zum ersten Unicorn im Bereich Fully Homomorphic Encryption wurden, und unsere Mission ist es, Privatsphäre zum Standard des gesamten Internets zu machen.
2. Zama Switzerland fungiert als Forschungs- und Innovationshub und stärkt die globale Vision des Unternehmens für den Ausbau vertraulicher Web3-Infrastruktur. Wie läuft es bisher?
Es war eine unglaubliche Reise. Seit der Gründung unseres Zentrums in der Greater Zurich Area ist es uns gelungen, die Lücke zwischen Deep-Tech-Forschung und praktischer Anwendung zu schliessen. Die Schweiz ist weltweit führend in den Bereichen Kryptografie und Finanzen, genau dort, wo Zama ansässig ist. Durch unsere Präsenz hier konnten wir unsere Roadmap erheblich beschleunigen. Wir betreiben hier nicht nur „Laborarbeit“, sondern bauen eine produktionsreife Infrastruktur auf, die Vermögenswerte in Milliardenhöhe sichert.
3. Was zeichnet das lokale Umfeld für Ihr Unternehmen besonders aus?
Die hohe Konzentration an Deeptech-Talenten. Der Greater Zurich Area zieht dank Institutionen wie der ETH Zürich einige der weltweit besten Mathematikerinnen und Mathematiker sowie Entwicklerinnen und Entwickler an. Für ein Unternehmen wie Zama, bei dem fast die Hälfte des Teams einen Doktortitel besitzt, ist der Zugang zu diesem hochqualifizierten Talentpool ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Wir arbeiten an der Zukunft der Kryptografie, und es gibt kaum einen besseren Ort, um die Köpfe zu finden, die diese Zukunft gestalten.
Institutionelle und regulatorische Kompetenz im Greater Zurich Area
4. Die vergangenen Monate dürften intensiv gewesen sein. Was hat Sie seit dem Start von Zama Switzerland am meisten überrascht oder was war eine wichtige Erkenntnis?
Die grösste positive Überraschung war die Geschwindigkeit, mit der sich das institutionelle Interesse entwickelt hat. Wir hatten erwartet, dass sich vor allem die Tech-Community für unsere Arbeit begeistert, doch wir haben auch bei traditionellen Finanzakteuren im Greater Zurich Area ein sehr starkes Interesse festgestellt. Diese Akteure verstehen, dass Real World Assets nur dann auf die Blockchain gebracht werden können, wenn sowohl regulatorische Konformität als auch Vertraulichkeit gewährleistet sind. Für uns war es daher eine wichtige Entwicklung, neben der Sprache von Web3 auch die Denkweise des Schweizer Bankensektors zu verstehen. Zama pflegt bereits enge Beziehungen zu MME und Sygnum Bank. Zu unseren Infrastrukturpartnern zählen Luganodes und Nicomatic.
5. Können Sie ein Beispiel nennen, was bei diesem strategischen Schritt einfacher war als erwartet?
Die regulatorische Klarheit. In vielen Rechtsräumen wird Privatsphäre von Regulierungsbehörden häufig mit Anonymität gleichgesetzt. In der Schweiz, und insbesondere in Zug, besteht hingegen ein differenziertes Verständnis dafür, wie datenschutzwahrende Technologien wie Fully Homomorphic Encryption die Einhaltung regulatorischer Anforderungen unterstützen können, indem sie sensible Daten schützen und gleichzeitig überprüfbar bleiben. Dieses gemeinsame Verständnis hat unseren Aufbau und die Integration in das lokale Ökosystem deutlich erleichtert.
Ausbau des sicheren Web3-Ökosystems im Jahr 2026
6. Wenn Sie eine lokale Partnerschaft innerhalb des Tech-Ökosystems nennen müssten, welche wäre das? Oder welche würden Sie sich wünschen?
Wir arbeiten bereits eng mit der CryptoValley Association und CV VC zusammen und beginnen gleichzeitig, unser Protokoll bei verschiedenen Technologieanbietern zu integrieren. Eine Wunschpartnerschaft wäre eine vertiefte Zusammenarbeit mit einer grossen Schweizer Privatbank, um den ersten vollständig vertraulichen und regulatorisch konformen Stablecoin auf einer öffentlichen Blockchain zu lancieren. Der Nachweis, dass «Swiss Private Banking» mithilfe der Technologie von Zama auf einer öffentlichen Blockchain funktionieren kann, wäre für die Branche eine echte 'Mondlandung'.
7. Können Sie uns einen Ausblick auf die Pläne von Zama für das kommende Jahr zu geben?
2026 wird für Zama ein entscheidendes Jahr. Wir haben kürzlich unser Mainnet erfolgreich lanciert und damit den Schritt von der Forschung zu einem global verfügbaren Protokoll vollzogen. Gleichzeitig haben wir den $ZAMA token eingeführt, der die Vertraulichkeitsebene des Netzwerks ermöglicht. Unser Fokus liegt nun auf dem weiteren Ausbau des Ökosystems, indem wir den $ZAMA-Token Entwicklerinnen und Entwicklern zugänglich machen und die nächste Generation vertraulicher dApps fördern. Unser Ziel ist es, dass Zama zur unsichtbaren Sicherheitsinfrastruktur für Transaktionen im Greater Zurich Area und darüber hinaus wird.

Entdecken Sie das Fintech-Ökosystem der Greater Zurich Area.
Entdecken Sie das Fintech-Ökosystem der Greater Zurich Area.
Zama ist eines von vielen Fintech-Unternehmen, die in der Region Zürich erfolgreich sind. Die Region vereint fundiertes Finanzwissen, zukunftsorientierte Regulierung und einen dynamischen Talentpool – und ist damit einer der attraktivsten Standorte Europas für digitale Finanzdienstleistungen und Blockchain-Innovationen.
Möchten Sie wissen, was dieses Ökosystem so einzigartig macht?
Frequently Asked Questions
Talent & innovation
In welchen Technologiebereichen ist die Greater Zurich Area führend in Sachen Know-how und Innovation?
Die Greater Zurich Area ist in den nachfolgenden Tech-Vertikalen besonders stark und zeichnet sich durch ein hohes Mass an Expertise und ein dynamisches Innovationsökosystem aus:
- Künstliche Intelligenz & Deeptech: Die Region ist weltweit ein Vorreiter in den Bereichen KI und Deeptech, angetrieben durch Spitzenforschung und Entwicklung in den Bereichen maschinelles Lernen, Computer Vision und Data Science. Mit renommierten Institutionen wie der ETH Zürich und zahlreichen KI-fokussierten Start-ups und Unternehmen ist die Region führend in der Entwicklung innovativer Lösungen für Branchen vom Gesundheitswesen über das Finanzwesen bis hin zur Produktion.
- Life Sciences & Medtech: Die Greater Zurich Area verfügt über ein starkes Ökosystem in den Bereichen Biotechnologie, Pharmazie und Medizintechnik. Sie profitiert von der engen Zusammenarbeit zwischen erstklassigen Forschungseinrichtungen, Spitälern und Branchenführern, was bahnbrechende Entwicklungen in den Bereichen personalisierte Medizin, Diagnostik und Gesundheitstechnologien ermöglicht.
- Fintech und Blockchain: Als „Crypto Valley“ bekannt, ist der Grossraum Zürich eine führende Drehscheibe für Finanztechnologie und Blockchain-Innovationen. Die Region unterstützt ein dynamisches Ökosystem von Start-ups und etablierten Unternehmen, die Pionierarbeit in den Bereichen digitale Finanzen, Kryptowährungen und dezentrale Technologien leisten.
- Robotik und intelligente Systeme: Die Region ist ein Hotspot für Robotik und intelligente Systeme, mit starker Expertise in den Bereichen Automatisierung, KI-gesteuerte Robotik und autonome Systeme. Die Region, die auch als „Silicon Valley der Robotik“ bezeichnet wird, wird durch ein Netzwerk von Spitzenforschungseinrichtungen und Industriepartnerschaften unterstützt, die Innovationen in Bereichen wie fortschrittliche Fertigung und Mobilität vorantreiben.
- Advanced Manufacturing: Mit dem Schwerpunkt auf Präzisionstechnik, additiver Fertigung und Industrie 4.0-Technologien verfügt der Grossraum Zürich über ein florierendes Ökosystem für Fertigungsinnovationen, das von qualifizierten Arbeitskräften und führenden Technologieunternehmen unterstützt wird.
Diese Bereiche sind durch ein kollaboratives Umfeld miteinander verbunden, das erstklassige Forschungseinrichtungen, einen hochqualifizierten Talentpool und eine starke Unternehmenskultur umfasst und die Greater Zurich Area zu einem Powerhouse für Innovation macht.
Wie einfach ist es, in der Greater Zurich Area Tech- oder AI-Talente zu finden?
Die Schweiz und insbesondere die Greater Zurich Area verfügen über einen der dichtesten KI-Talentpools in Europa, mit einer starken Pipeline von der ETH Zürich, der EPFL und internationalen Talenten, die von der Lebensqualität und der Präsenz von innovativen und attraktiven Unternehmen angezogen werden.
Welche Faktoren machen die Schweiz zu einem globalen Talent-Hub?
Die Schweiz und insbesondere die Greater Zurich Area gelten als eine der weltweit führenden Talent-Hubs und belegen in globalen Talent-Wettbewerbsindizes wie dem Global Talent Competitiveness Index (GTCI) stets Spitzenplätze. Dieser Status ist auf das hervorragende Bildungssystem zurückzuführen, das jedes Jahr hochqualifizierte Talente hervorbringt und sowohl lokale als auch internationale Fachkräfte anzieht, insbesondere im Technologiesektor.
Die robuste Wirtschaft des Landes, die Investitionen in Bildung und Ausbildung sowie die hohe Lebensqualität erhöhen die Attraktivität des Landes und ziehen Spitzenunternehmen und Talente aus der ganzen Welt an. Viele Unternehmen wählen die Greater Zurich Area speziell wegen ihres grossen Talentpools, was sie zu einem erstklassigen Ziel für alle macht, die ein dynamisches, innovationsorientiertes Umfeld suchen.
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