Der Wettlauf um globale AI-Talente
Von Sabine Müller
Gemeinsam mit dem ETH AI Center haben wir gestern ein Panel mit dem Titel „From Lab to Leaderboard: Greater Zurich as a Global (Gen)AI Hub“ kuratiert. Ich hatte die Freude, mit Daniel Naeff (ETH AI Center), Dr. Christian Hugo Hoffmann (UZH, Technopark Zürich) und Denis Samuylov (GenAI Zurich) zu diskutieren – moderiert von Nicole Barth (ETH AI Center).
Die 2025er Ausgabe brachte über 100 Speaker in mehr als 80 Sessions zusammen – eine Plattform für Forschende, Branchenexperten und Innovatoren, um die neuesten Entwicklungen im Bereich Generative AI zu erkunden.

Zentrale Erkenntnisse zur AI-Talentsituation und globalen Wettbewerbsfähigkeit
Wo finden man sie, die AI Masterminds?
Das globale AI-Ökosystem ist derzeit stark auf einige wenige Hubs konzentriert. Diese Ballung bringt sowohl Herausforderungen als auch Chancen für Regionen mit sich, die ihre Position im internationalen Wettbewerb stärken wollen. Während etablierte Hubs von bestehenden Netzwerken und Investitionsströmen profitieren, können sich aufstrebende Standorte durch Spezialisierung und gezielte Entwicklungsstrategien differenzieren.
💡 Key Takeaway: Die besten 1 % der Talente können entscheidend dazu beitragen, eine Region als AI-Hub zu etablieren.
Talent als wichtigste Währung
Ein bedeutender Wandel in der AI-Landschaft ist der akute Mangel an hochqualifizierten AI-Experten – weltweit gibt es nur wenige tausend davon. Diese Knappheit hat traditionelle Muster der wirtschaftlichen Entwicklung verändert und beeinflusst massgeblich die Standortentscheidungen von Unternehmen. Regionen müssen daher über reine Wirtschaftsanreize hinausdenken und attraktive Rahmenbedingungen schaffen – von Forschungsinfrastruktur über Bildung bis hin zur Lebensqualität.
💡 Key Takeaway: Unternehmen folgen heute den Talenten – nicht umgekehrt.
Das Kosten-Qualitäts-Dilemma
Während das Silicon Valley weiterhin das Epizentrum der globalen AI-Entwicklung bleibt, sind die dortigen Gehälter für AI-Fachkräfte enorm hoch. Ein direkter Kostenvergleich zwischen Tech-Hubs ist jedoch schwierig, da jede Region innerhalb ihres eigenen wirtschaftlichen Ökosystems agiert und unterschiedliche Faktoren sowohl die Kosten als auch die Talentverfügbarkeit beeinflussen.
💡 Key Takeaway: 1:1 Kostenvergleiche hinken, so grundsätzlich. Die Schweiz mag auf den ersten Blick hohe Lebenshaltungskosten haben, insbesondere wenn es um Talente geht. Doch betrachtet man die Gesamtkosten – inklusive Gehälter, Sozialleistungen und Lebensqualität – im Vergleich zu den USA und den dortigen Preisen, erweist sich die Schweiz als äußerst wettbewerbsfähig und attraktiv.
*Die hier geäusserten Ansichten sind meine eigenen und spiegeln nicht zwangsläufig alle während des Panels geteilten Perspektiven wider.
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