Innovation, die die ganze Region bewegt

In den Kantonen und Regionen der Greater Zurich Area tut sich Beeindruckendes. Von Hightech in Schwyz über Kreislaufwirtschaft in Solothurn bis zur Biotech-Offensive im Tessin - die Region ist ein vielfältiger Raum für Innovation, Nachhaltigkeit und unternehmerisches Denken. 

 

Die folgenden Beispiele zeigen, wie breit und zukunftsgerichtet sich die Innovationskraft in der gesamten Greater Zurich Area entfaltet.

Glarus - Starkes Ökosystem in den Bereichen Food und Verpackung

Glarus setzt auf Industrie, Effizienz und Nachhaltigkeit. 2024 kündigte das Drohnenunternehmen Anavia den Bau einer neuen Produktionshalle in Glarus Nord an - ein Zeichen für industrielle Dynamik. Mit dem Abschluss der Nutzungsplanung NUP II sind grosse Landreserven für künftiges Wachstum gesichert. Der Kanton verfügt über ein starkes Ökosystem in den Bereichen Food und Verpackung, mit Carlsberg als Impulsgeber. In den kommenden Jahren entstehen allein im Bereich Food rund 250 neue Arbeitsplätze. Auch in der Kunststoffverpackung wird die gesamte Wertschöpfungskette abgedeckt - von Recycling bis Produktion. Parallel wurden mit Gemeindereformen und der Mitgliedschaft in der Greater Zurich Area strategische Weichen gestellt. Glarus vereint wirtschaftliche Transformation mit gesellschaftlicher Innovation. 

Graubünden - Forschung im Alpenraum 

Graubünden stärkt seine Position als Forschungs- und Innovationsstandort. Ein bedeutender Meilenstein ist die Einrichtung eines Lehrstuhls für Allergologie und Asthma der Universität Zürich in Davos. Dieses Novum - erstmals richtet die Universität Zürich einen Lehrstuhl ausserhalb ihres Kantons ein - bekräftigt die medizinische Bedeutung Graubündens im Alpenraum. Das Projekt ist Teil einer langfristigen Partnerschaft und fester Bestandteil der kantonalen Innovationsstrategie. Es verdeutlicht die überkantonale Zusammenarbeit und zeigt, wie Graubünden sein Potenzial im Bereich Forschung gezielt ausbaut und nationale Ausstrahlung gewinnt. 

Schaffhausen - Hotspot für FoodTech, AgTech und nachhaltige Verpackung

Schaffhausen etabliert sich als Standort für zukunftsweisende Industrieprojekte. Auf dem SIG Areal in Neuhausen betreibt Johnson & Johnson seit 2024 die weltweit erste industrielle Pilotanlage zur Demontage gebrauchter Injektionsgeräte. Ziel des Projekts "Circulab" ist es, Materialien in den Produktionskreislauf zurückzuführen - ein wegweisender Beitrag zur Kreislaufwirtschaft in der Pharmabranche. Auch im Knorri Park tut sich viel: Das Areal wird neu positioniert, geöffnet und entwickelt sich zum Hotspot für FoodTech, AgTech und nachhaltige Verpackung. Mit dem Einzug erster Unternehmen entsteht ein Ökosystem für zukunftsorientierte Industrien. Schaffhausen zeigt eindrucksvoll, wie Innovation, Nachhaltigkeit und industrielle Entwicklung zusammenspielen. 

Schwyz - dynamisches Umfeld für Logistik, Produktion, Forschung und Entwicklung

Schwyz entwickelt sich zu einem Zentrum für technologiegetriebene Innovation. 2024 wurde die Ansiedlung eines Forschungs- und Entwicklungszentrums des CSEM beschlossen - ein bedeutender Impuls für den Wissens- und Technologietransfer. Gleichzeitig konnte mit der Carletto Management & Logistik AG ein wachstumsstarkes Konsumgüterunternehmen gestärkt werden. Rückblickend haben Unternehmen wie Pfisterer Switzerland AG, Estée Lauder AG und Tyco / Johnson Controls entscheidend zur Standortentwicklung beigetragen. Auch der Health Tech Cluster Switzerland hat sich als zentrale Plattform für Austausch und Entwicklung im Bereich Medizintechnik etabliert. Schwyz bietet ein dynamisches Umfeld mit Perspektiven - für Logistik, Produktion, Forschung und Entwicklung. 

Solothurn - Ökosystem für Elektromobilität und Kreislaufwirtschaft

Solothurn positioniert sich als moderner Wirtschaftsstandort mit internationaler Ausstrahlung. Mit dem neuen Webauftritt www.investinsolothurn.com wurde 2024 ein wichtiger Schritt zur globalen Positionierung unternommen. Im Papieri-Areal in Biberist entsteht zeitgleich ein Ökosystem für Elektromobilität und Kreislaufwirtschaft. Ziel des "Kreislaufzentrums der Elektro-Mobilität" ist es, Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu vernetzen. Die Ansiedlung der Swiss Battery Technology Center AG - Tochter des Switzerland Innovation Park Biel/Bienne - ist ein erster konkreter Schritt. Bereits zuvor setzte die Ansiedlung des Biogen-Werks in Luterbach einen industriepolitischen Meilenstein. Solothurn zeigt Innovationskraft in den Bereichen Energie, Biotech und Kreislaufwirtschaft. 

GZA Jahresbericht 2024

GZA Jahresbericht 2024

2024 entschieden sich 91 internationale Unternehmen für die Greater Zurich Area als Sprungbrett für ihren globalen Erfolg. Unternehmensansiedlungen aus Biotech, Blockchain, Cleantech und einem AI-Boom bestätigen die Region ihre Rolle als führender Innovationshub. 

Was steckt hinter den Zahlen?

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Tessin - Leistungsstärkster Supercomputer Europas im Bereich AI

Das Tessin entwickelt sich dynamisch zum Innovationsstandort mit internationaler Vernetzung. 2024 wurde der Switzerland Innovation Park Ticino ins nationale Netzwerk aufgenommen - getragen von der neuen Standortgesellschaft in Bellinzona. Ebenfalls in diesem Jahr wurde in Lugano der Supercomputer “ALPS” eingeweiht - einer der leistungsstärksten KI-Rechner Europas. Mit dem DCAT Summit fand 2024 erstmals in der 134-jährigen Geschichte der US-Pharmahandelsorganisation ein Event ausserhalb der USA statt - ein starkes Zeichen für Luganos internationale Sichtbarkeit. Seit 2019 Teil der Greater Zurich Area, wurden Hochschulen und Forschung gezielt ausgebaut. Dazu zählen der Campus von USI und SUPSI, das IRB, das IOR sowie neue Biotech-Unternehmen wie Peptone oder Blockchain-Initiativen wie das Projekt Plan B in Lugano. 

Uri - Kompetenzzentrum für Alpintechnologie

Uri positioniert sich als international anerkanntes Kompetenzzentrum für Alpintechnologie. Seilbahnbau, Felstechnik, Umweltmonitoring - das Know-how Urner Unternehmen wird weltweit nachgefragt. Mit 37 Seilbahnen und sieben Skigebieten bei nur 37'000 Einwohnern bietet der Kanton eine hohe Dichte an alpiner Infrastruktur. Firmen wie Sisag, Remec oder Wipfli treiben Entwicklungen rund um Steuerungstechnik, digitale Instandhaltung und Schwertransporte im Gebirge voran. Die Kässbohrer Schweiz AG stärkt mit ihrem neuen Standort in der Werkmatt Uri die Innovationskraft im Bereich Pistenfahrzeuge. Die SkiArena Andermatt-Sedrun dient als reale Testumgebung für neue Technologien. Mit der Plattform alpintechnik.ch macht Uri seine geballte Kompetenz sichtbar - und zeigt, wie Tradition, Präzision und Innovation in den Alpen zu einem zukunftsorientierten Standortprofil verschmelzen.

Winterthur - Urbanen Raum für Wohnen, Arbeiten und Innovation

Winterthur etabliert sich als Innovationsstandort mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Technologie. Das Vitus-Areal auf dem Gelände der früheren Rieter AG in Winterthur Töss wird seit 2024 zu einem urbanen Raum für Wohnen, Arbeiten und Innovation entwickelt - inspiriert vom römischen Namen Winterthurs, Vitudurum. In Kemptthal, nahe bei Winterthur, befinden sich zwei wichtige Innovationszentren: Der Cultured Hub - gegründet von Givaudan, Bühler und Migros - fördert die Entwicklung zellbasierter Lebensmittel. Gleich daneben entsteht das House of Lab Sciences, ein topmodernes Laborgebäude für Start-ups aus FoodTech und Biotech. Mit Programmen wie Launch Control und dem Business-Angel-Netzwerk Winti Ventures wird auch die Start-up-Förderung gezielt ausgebaut. 

Zürich - Starker AI-Sektor mit führenden Unternehmen 

Zürich hat sich als führender Standort für Künstliche Intelligenz und Finanztechnologie (FinTech) in Europa etabliert. Im Dezember 2024 eröffnete OpenAI ein Büro in Zürich und gewann drei renommierte Ingenieure von Google DeepMind für sich: Lucas Beyer, Alexander Kolesnikov und Xiaohua Zhai. Auch Anthropic verstärkt seine Präsenz in der Stadt und unterstreicht damit die Bedeutung Zürichs im globalen AI-Sektor. ​Im FinTech-Bereich zieht Zürich Unternehmen wie Revolut an, das hier seine europäischen Aktivitäten ausbaut. Die enge Zusammenarbeit zwischen traditionellen Finanzinstituten und innovativen Start-ups schafft ein dynamisches Ökosystem, das Zürichs Position als globalen Finanzhub weiter festigt.​ Diese Entwicklungen zeigen, wie Zürich kontinuierlich Talente und Investitionen anzieht und seine Rolle als internationales Zentrum für technologische Innovation und Finanzdienstleistungen stärkt.

Zug - Hotspot für Fintech, Life Science und Nachhaltigkeit

Zug gehört zu den führenden Innovationsstandorten Europas. Im Bereich FinTech und Blockchain ist der Kanton international ein Begriff: Rund zwei Drittel aller Blockchain-Firmen der Schweiz sind hier oder im nahen Zürich angesiedelt - Anfang 2024 allein 512 von 1292 Unternehmen. Auch im FinTech-Bereich zählt Zug mit 125 Firmen zu den stärksten Hubs des Landes. Gleichzeitig wächst der Life-Science-Sektor rasant, mit Akteuren wie KalVista, Madrigal, SpringWorks oder Crinetics. Im Bereich Nachhaltigkeit überzeugt Zug mit zukunftsweisenden Mobilitätslösungen: Die Zug Alliance - unterstützt vom Kanton - treibt Projekte zu e-Mobility, Carsharing und alternativen Treibstoffen voran. Mit Partnern wie AMAG, BYD, Mobility, Ecoceres oder der Cham Group entsteht rund um das Papieri-Areal ein nachhaltiges Innovationsökosystem.

Unsere Partner

Unsere Partner

Das Standortmarketing für den Wirtschaftsraum Zürich im Ausland wird von einer Stiftung getragen, die als öffentlich-private Partnerschaft (Public-Private-Partnership) aufgebaut ist. Neben den 11 öffentlichen Mitgliedern unterstützen bereits 29 Förderer aus Privatwirtschaft und Wissenschaft die Stiftung “Greater Zurich Area Standortmarketing” und die operativ tätige Greater Zurich Area AG (GZA).

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