Apleph Farms, Aleph Cuts Food Picture of a Steak

Aleph Farms

Foodtech-Pionier Aleph Farms hat die Greater Zurich Area als Standort für seinen europäischen Markteintritt gewählt. Mit einem neuen Standort in Kemptthal und Schweizer Partnern skaliert das Unternehmen die Produktion von kultiviertem Fleisch. Die Entscheidung unterstreicht die Stärken der Region in Biotechnologie, Lebensmittelinnovation und verlässlichen regulatorischen Rahmenbedingungen.

Wie ein Biotech-Pionier Fleisch neu denkt – und warum Zürich zum Ausgangspunkt wird

Wenn Didier Toubia über die Zukunft der Ernährung spricht, klingt das nicht nach Ideologie, sondern nach einer realistischen Perspektive. Der Mitgründer und CEO von Aleph Farms beschreibt eine neue Form von Fleisch, die aus tierischen Zellen gewonnen und in einem Bioreaktor kultiviert wird. Optik und Geschmack entsprechen konventionellem Fleisch – ohne Schlachtung. Für manche ist dies ein technologischer Durchbruch, für andere noch ungewohnt. Für Toubia ist die Richtung jedoch klar: „Kemptthal wird unser Ausgangspunkt für weiteres Wachstum in Europa.“

Die Entscheidung für die Greater Zurich Area ist bewusst getroffen. Im August eröffnete Aleph Farms sein erstes Schweizer Büro in Kemptthal. Der Standort, bekannt als The Cultured Hub, entwickelt sich zu einem zentralen Ökosystem für kultiviertes Fleisch. Unternehmen wie Givaudan, Migros Industry und Bühler bündeln hier ihre Kompetenzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Damit bietet die Schweiz ideale Voraussetzungen für den europäischen Markteintritt einer Technologie mit dem Potenzial, die Lebensmittelindustrie nachhaltig zu verändern. „Die Schweiz und insbesondere der Kanton Zürich sind für uns ein idealer Standort“, sagt Toubia. „Das Land ist führend in den Life Sciences, in der Biotechnologie und in der Lebensmittelindustrie. Gleichzeitig verfügt es über eine vielfältige Kulinarik mit zahlreichen Spitzenrestaurants.“

„Kemptthal wird unser Ausgangspunkt für weiteres Wachstum in Europa.“
Didier Toubia Portrait Aleph Farms
Didier Toubia - CEO der Aleph Farms

Von der Vision zur Pilotproduktion in Kemptthal

Auch in regulatorischer und administrativer Hinsicht erweist sich der Standort Zürich als gut zugänglich. Für ein israelisches Unternehmen, das im sensiblen Bereich neuartiger Lebensmittel tätig ist, sind die enge Zusammenarbeit mit den Behörden sowie mit etablierten Partnern von zentraler Bedeutung. Am Pilotstandort in Kemptthal arbeiten Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler sowie Technikerinnen und Techniker bereits an der Weiterentwicklung der Produktionsprozesse.

Rund zwölf Mitarbeitende bauen derzeit die erste Produktionslinie auf. Die aktuelle Kapazität liegt bei zehn bis hundert Kilogramm pro Woche und eignet sich für Forschungszwecke sowie zur Vorbereitung erster Markttätigkeiten. Gleichzeitig richtet das Unternehmen den Blick nach vorne: In den kommenden Jahren plant Aleph Farms, seine Aktivitäten in der Schweiz mit zunehmender Skalierung der Produktion weiter auszubauen.

 

FoodTech powerhouse Greater Zurich

FoodTech powerhouse Greater Zurich

Die Greater Zurich Area ist ein wichtiger Akteur im FoodTech-Sektor und gestaltet aktiv unsere globale Zukunft mit. In der weltweiten Lebensmittelindustrie gibt es kaum ein Produkt, auf das das Know-how und die Innovationskraft Schweizer Unternehmen noch keinen Einfluss hatten. Die Errungenschaften der Schweiz zeigen sich in verschiedenen Bereichen, beispielsweise in fortschrittlicher Technologie, bedeutenden Patenten und Infrastruktur.

Wirtschaftliche Wirkung und Anknüpfung an regionale Ziele

Hier kommt die wirtschaftliche Stärke der Greater Zurich Area zum Tragen: Gemäss einer Analyse von EY tragen neue Unternehmen zur Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze bei, generieren Steuereinnahmen und stärken das lokale Netzwerk aus Zulieferern, Forschungseinrichtungen und Kunden. Aleph Farms entspricht diesem Profil in besonderem Masse und leistet damit einen Beitrag zur strategischen Ausrichtung der Region – mit dem Potenzial, langfristig eine positive Standortwirkung zu entfalten. 

 

Die Schweiz und insbesondere der Kanton Zürich sind für uns ein idealer Standort. Das Land ist führend in den Life Sciences, in der Biotechnologie und in der Lebensmittelindustrie. Zudem verfügt es über eine vielfältige Gastronomieszene mit zahlreichen Spitzenrestaurants.
Didier Toubia Portrait Aleph Farms
Didier Toubia - CEO der Aleph Farms

Schweizer Partnerschaften prägen den Marktzugang

Neben dem Standort selbst spielt das Netzwerk Schweizer Partner eine zentrale Rolle. Die Micarna Group, Teil der Migros Industrie, beteiligte sich bereits 2019 gemeinsam mit internationalen Investoren, darunter Staatsfonds aus Singapur und den Vereinigten Arabischen Emiraten, an Aleph Farms. „Die Migros Industrie verfügt über umfassende Erfahrung in der Lebensmittelproduktion und im Detailhandel“, erläutert Toubia. „Gemeinsam wollen wir Produkte entwickeln, die gezielt auf den Schweizer Markt ausgerichtet sind.“ So trifft globale Biotechnologie auf Schweizer Kompetenz in der Lebensmittelherstellung.

Die verbleibenden Herausforderungen liegen in der Preisgestaltung und in der Marktakzeptanz. Die erste regulatorische Zulassung wurde bereits in Israel erteilt, zudem ist das Produkt als koscher zertifiziert. In der Schweiz läuft das Zulassungsverfahren derzeit. Aleph Farms arbeitet dabei eng mit Partnern und Behörden zusammen, um die regulatorischen Anforderungen zu erfüllen und die Voraussetzungen für eine Markteinführung zu schaffen.

Weg zur Markteinführung und Konsumentenbereitschaft

Während die Produktionskosten weiter sinken, wird kultiviertes Fleisch zunächst im Premiumsegment eingeführt, in dem handwerkliche Qualität, Produktqualität und Innovation die Akzeptanz prägen. Die anfängliche Zielgruppe in der Schweiz besteht vor allem aus Early Adopters: Flexitarierinnen und Flexitariern sowie Omnivor:innen, die regelmässig in gehobenen Restaurants essen, hochwertige Produkte schätzen und neugierig darauf sind, neue Lebensmitteltechnologien zu erleben, die ihren Werten in Bezug auf Geschmack, Nachhaltigkeit und Tierwohl entsprechen.

Kultiviertes Fleisch wirft weiterhin Fragen auf. Eine kürzlich durchgeführte interne Konsumentenbefragung in Zusammenarbeit mit einem Schweizer Industriepartner zeigt ein starkes Interesse unter Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten, kultiviertes Fleisch zu probieren. Ein signifikanter Anteil gab an, sehr grosses Interesse an einer Verkostung zu haben.

Toubia bleibt zuversichtlich. Einstellungen verändern sich, wenn Menschen die Möglichkeit haben, Neues selbst zu erleben. „Unser Ziel ist es, eine Ergänzung anzubieten“, sagt er. Kultiviertes Fleisch soll nicht konventionelles Fleisch vollständig ersetzen, sondern etwas ermöglichen, das bisher nicht möglich war: Genuss ohne Verzicht.

Diese Vision trifft auf eine Region, die Transformation nicht nur verwaltet, sondern aktiv gestaltet. Für den Kanton Zürich ist Aleph Farms Teil einer Strategie zur Diversifizierung der regionalen Wirtschaft und zur Förderung nachhaltigen Wachstums. Die Vorstellung, dass Fleisch zu einer Exportchance für die Schweiz werden könnte, wäre vor wenigen Jahren kaum denkbar gewesen. Heute steht sie für Investitionen in Ernährungssicherheit, Tierwohl und Klimaschutz.

Fleisch ist hier nicht länger das Ende eines Tieres. Es ist der Anfang einer neuen Industrie.

Wann das Petit Steak, wie Aleph sein Premiumprodukt nennt, erstmals in einem Spitzenrestaurant in Zürich serviert wird, ist noch offen. Doch die Zukunft hat bereits einen Ort. Zwischen Zürich und Winterthur wächst die nächste Generation von Lebensmitteln in Edelstahl.

Wenn Toubia beschreibt, was dort entsteht, klingt es nicht mehr nach Science-Fiction. Es klingt nach dem nächsten logischen Schritt. Hier ist Fleisch nicht länger das Ende eines Tieres. Es ist der Anfang einer neuen Industrie.

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Frequently Asked Questions

Business environment

Wie hoch sind die Steuern für Unternehmen in der Greater Zurich Area?

Die Unternehmenssteuersätze liegen zwischen 12 % und 24 %, je nach Kanton und Gemeinde. Die dezentrale Struktur der Schweiz ermöglicht eine regionale Steuerautonomie.

Mehr zu Steuern in der Schweiz erfahren. 

Warum lohnt es sich für internationale Tech-Unternehmen, in die Greater Zurich Area zu expandieren?

Die Greater Zurich Area bietet wirtschaftliche und politische Stabilität, Zugang zum europäischen Markt, hochqualifizierte Arbeitskräfte, pragmatische Regulierungen und ein attraktives Steuersystem. Darüber hinaus ist die Region ein globales Zentrum für Innovation mit einer erstklassigen Infrastruktur, was sie zu einem idealen Standort für die internationale Expansion von Unternehmen macht. 

Erfahren Sie mehr über die Greater Zurich Area als führenden Standort für expandierende Unternehmen. 

Wie lange dauert die Gründung eines Unternehmens in der Greater Zurich Area?

Die Gründung einer Firma kann ab der Einreichung der erforderlichen Dokumente und je nach Einzelfall bereits in vier Wochen erfolgen.

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